„Brexit“: May laut BBC für zweijährige Übergangsfrist

Für die Zeit nach dem „Brexit“ strebt die britische Premierministerin Theresa May laut Medieninformationen eine zweijährige Übergangsphase an. Die Regierungschefin werde in einer Rede in Florenz morgen voraussichtlich einen entsprechenden Vorschlag machen, teilte die BBC-Reporterin Laura Kuenssberg über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Sie habe „davon erfahren“, so die Journalistin in ihrer Nachricht, die sie nach einem Treffen Mays mit Ministern veröffentlichte. Zuletzt hatten auch mehr als 100 britische Unternehmen eine mehrjährige Übergangslösung für die Zeit nach dem geplanten EU-Austritt gefordert. Jobs und Geschäftswachstum seien auf beiden Seiten bedroht, solange die Unternehmen sich auf eine Trennung von der EU ohne konkrete Vereinbarungen über die künftigen Beziehungen einstellen müssten.

Um den geordneten EU-Ausstieg Ende März 2019 vollziehen zu können, müssten die technischen Verhandlungen bis November 2018 abgeschlossen sein, betonte EU-Chefunterhändler Michel Barnier in Rom. Er warte auf einen Vorschlag Mays zu der Frage, welche Rechte EU-Bürger nach einem „Brexit“ auf der Insel genießen sollten.