21 Flüchtlinge im Schwarzen Meer ertrunken

Bei einem Flüchtlingsunglück im Schwarzen Meer sind mindestens 21 Menschen ertrunken. Nach dem nächtlichen Untergang des Fischerboots bei stürmischer See wurden gestern weitere neun Menschen vermisst, wie die türkische Küstenwache mitteilte.

Ein Behördenvertreter sagte, es seien wohl bis zu 70 mehrheitlich irakische Flüchtlinge an Bord gewesen, 40 von ihnen wurden gerettet. Unter den Geretteten war eine schwangere Frau, die ihr Kind bei dem Unglück verlor.

Das Unglück ereignete sich vor der Küste der Provinz Kocaeli östlich von Istanbul. Wo das Fischerboot abgelegt hatte und welches Ziel es ansteuerte, war zunächst unklar, vermutlich wollte es nach Rumänien.

Die Türkei hat rund 3,5 Millionen Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und anderen Ländern aufgenommen. In den Jahren 2015 und 2016 reisten Hunderttausende Flüchtlinge von der Türkei über die Ägäis nach Griechenland, doch ist diese Route seit dem EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei von März 2016 praktisch vollständig blockiert.