Brüssel gegen Unterschiede bei Lebensmittelqualität

Die EU-Kommission geht gegen unlautere Praktiken bei der Lebensmittelqualität vor. Vor allem in östlichen EU-Ländern war zuletzt beklagt worden, dass Produkte mit gleicher Verpackung nicht so gut seien wie in den westlichen Mitgliedsländern. EU-Justizkommissarin Vera Jourova sagte heute, unterschiedliche Qualität bei gleicher Markenverpackung sei irreführend und unfair.

Zuletzt hatte sich EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in seiner Rede zur Lage der Union des Problems angenommen. Er kündigte ein Vorgehen gegen behauptete doppelte Qualität bei Lebensmitteln ein und derselben Marke an.

Verbrauchergipfel Mitte Oktober

Jourova sagte, die Lebensmittelqualität sei ein gutes Beispiel dafür, dass grenzübergreifende Probleme nur lösbar seien, wenn man auf EU-Ebene zusammenarbeite. Sie werde der Praxis unlauterer Praktiken in diesem Bereich ein Ende setzen und dafür sorgen, dass alle Verbraucher gleich behandelt werden.

Die Brüsseler Behörde schlägt in den Leitlinien vor, den nationalen Behörden zu helfen festzustellen, ob ein Unternehmen gegen EU-Vorschriften verstößt, wenn es in verschiedenen Ländern Produkte von zweierlei Qualität verkauft. Die nationalen Verbraucherschutz- und Lebensmittelbehörden sollten feststellen, ob Hersteller gegen die Vorschriften verstoßen. Deren Aufgabe sei es, dafür zu sorgen, dass die Unternehmen die EU-Vorschriften einhalten.

Am 13. Oktober wird es einen Verbrauchergipfel mit der EU-Kommission in Bratislava zum Thema Lebensmittel mit zweierlei Qualität geben. Jourova betonte, die Babynahrung des Unternehmens Hipp beispielsweise müsse den gleichen Anteil an Gemüse in den verschiedenen EU-Staaten enthalten.