Sexuelle Belästigung: Druck auf Harvey Weinstein steigt

Wegen der massiven Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen den einflussreichen Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein hat dessen Produktionsfirma eine interne Untersuchung eingeleitet. „Die nächsten Schritte werden von dem therapeutischen Fortschritt Harveys und von dem Ergebnis der unabhängigen Untersuchung des Verwaltungsrates abhängen“, erklärte die Weinstein Company gestern (Ortszeit).

Die „New York Times“ („NYT“) hatte enthüllt, dass mehrere Frauen dem Produzenten sexuelle Belästigung vorwerfen. In der Erklärung hieß es weiter, das Unternehmen unterstütze die Entscheidung Weinsteins, für unbestimmte Zeit eine Auszeit zu nehmen. Die Erklärung wurde von vier Mitgliedern des Verwaltungsrates unterzeichnet, darunter der Kogründer der Firma und Bruder des Beschuldigten, Bob Weinstein. Laut „NYT“ reichten drei der neun Mitglieder des Verwaltungsrates ihre Kündigung ein.

Weinstein hatte sich am Donnerstag in einer Erklärung für sein „Benehmen gegenüber Kolleginnen in der Vergangenheit“, das zu „viel Leid“ geführt habe, entschuldigt. Er kündigte an, eine Auszeit nehmen zu wollen, um seine „Dämonen“ in den Griff zu bekommen. Die „NYT“ hatte enthüllt, dass mehrere Frauen dem 65-Jährigen sexuelle Belästigung vorwerfen. Die Vorfälle reichen demnach fast drei Jahrzehnte zurück.