Neue US-Strafzölle gegen Bombardier: Kritik aus GB

Im Handelsstreit zwischen den USA und Kanada kritisiert Großbritannien die Strafzölle auf Flugzeuge von Bombardier. Die jüngste Erklärung der US-Behörden sei enttäuschend, sagte ein Regierungssprecher heute in London.

Zusammen mit der kanadischen Regierung sei man weiter bemüht, den US-Flugzeugbauer Boeing „an den Tisch zu bekommen, um den Fall zu lösen“. Das US-Handelsministerium hatte die Passagierjets der C-Serie des kanadischen Herstellers Bombardier zuletzt mit fast 80 Prozent Anti-Dumping-Zöllen belegt und die gesamten Strafzölle damit auf knapp 300 Prozent erhöht. Bereits Ende September hatten die USA vorläufige Strafzölle von rund 220 Prozent gegen Bombardier verhängt.

Nach einer Boeing-Beschwerde wirft das Ministerium Kanada unfaire Subventionen für den Flugzeugbauer vor. Der Zoll wird jedoch nur erhoben, wenn er von der Internationalen Handelskommission der USA im kommenden Jahr bestätigt wird. Hintergrund ist der Kauf von 75 Maschinen der C-Serie durch die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines im April 2016. Bombardier-Rivale Boeing beschwerte sich, dass die Maschinen wegen ungerechter Subventionen deutlich unter dem üblichen Preis verkauft worden seien.