Verdeckter FBI-Ermittler verhinderte „nächstes 9/11“

15 Jahre nach den verheerenden Attacken auf das World Trade Center sollte New York im Sommer 2016 erneut von Terror erschüttert werden. Erste Informationen über geplante Anschläge am New Yorker Time Square, auf das U-Bahn-System und Konzerthallen der Millionenstadt gab das US-Bundesgericht von Manhattan am Freitag bekannt.

Demnach wollten Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) „das nächste 9/11 erzeugen“ und äußerten die Überzeugung, „diese Amerikaner brauchen einen Anschlag“.  

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft flog das Komplott der drei Männer durch einen verdeckten FBI-Ermittler auf. Er hatte sich über spezielle Handyanwendungen als Gleichgesinnter der IS-Anhänger ausgegeben und so ihr Vertrauen gewonnen.

Lebenslange Haftstrafen drohen

Bei den Terrorverdächtigen handelt es sich den Justizangaben nach um zwei 19-Jährige, einen Kanadier und einen US-Amerikaner mit Wohnsitz in Pakistan, sowie einen philippinischen Staatsbürger (37). Er soll durch Überweisungen den Kauf von Sprengstoff ermöglicht haben.

Der Kanadier wurde bei seiner Ankunft in den USA im Mai 2016 festgenommen und habe sich inzwischen schuldig bekannt, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Die anderen beiden seien in Polizeigewahrsam und warteten auf ihre Auslieferung an die USA. Dort droht ihnen eine lebenslange Gefängnisstrafe.