Hamas verkündet Einigung mit Fatah

Die rivalisierenden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah haben sich nach Angaben von Hamas-Chef Ismail Hanija auf eine Versöhnung geeinigt. Das meldete heute die Nachrichtenagentur Reuters.

Von Fatah-Seite hieß es, zum Stand der Verhandlungen werde es zu Mittag eine Pressekonferenz am Tagungsort in Kairo geben.
Eine Bestätigung seitens der Fatah gab es vorerst aber nicht.

Gespräche hinter verschlossenen Türen

Die Beratungen fanden seit gestern hinter verschlossenen Türen in den Räumen des ägyptischen Geheimdiensts in Kairo statt. Die Hamas herrscht seit 2007 im Gazastreifen. Die Gruppe setzte sich in bewaffneten Auseinandersetzungen nach einem Streit über die Parlamentswahl von 2006 gegen die gemäßigte Fatah des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas durch.

Diese übt die Regierungsgewalt im israelisch besetzten Westjordanland aus. Hamas und Fatah stimmten auf Druck Ägyptens Gesprächen über eine Einheitsregierung sowie zu Neuwahlen zu.

Abbas begrüßt Versöhnungsabkommen

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas begrüßte das Versöhnungsabkommen. Abbas sagte der Nachrichtenagentur AFP heute, das bei Verhandlungen in Kairo erreichte Abkommen sei eine „endgültige Vereinbarung“ zur Beilegung des jahrelangen Streits. Das ergebe sich für ihn aus dem detaillierten Bericht der Fatah-Delegation, den er erhalten habe. Er habe die Delegation angewiesen, das Abkommen umgehend zu unterzeichnen, sagte Abbas.