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Deutschlands bisherige Nummer zwei

Die Fluggesellschaft Air Berlin hat ihre Flotte in den vergangenen Jahren immer wieder umgebaut. Zum Ende des ersten Quartals 2017 hatte sie 144 Flugzeuge im Betrieb und war damit die Nummer zwei in Deutschland.

Im August wurde die Insolvenz von Air Berlin beantragt. Daraufhin folgten wochenlange Verhandlungen, teils exklusiv, um die Filetstücke der Airline aufzuteilen. 38 Flugzeuge der Airbus-Mittelstreckenfamilie A320 sind für sechs Jahre an den Lufthansa-Konzern mit seinen Töchtern Austrian Airlines (AUA) und Eurowings verleast. Die Flugzeuge gehören zumeist schon der Lufthansa oder sind von ihr bei den Leasinggesellschaften angemietet. Die Crews der Air Berlin will der Lufthansa-Konzern weitgehend übernehmen.

35 Flugzeuge bei Niki

35 Flugzeuge sind für Touristikflüge in die österreichische Tochter Niki ausgegliedert, die nicht von der Insolvenz betroffen ist. Dazu gehören 14 Boeing 737, die vom Touristikanbieter TUIfly betrieben werden. Ein neuer Eigentümer von Niki müsste sich mit TUIfly über die Zukunft dieser Teilflotte einigen.

Zur Flotte von Air Berlin gehören zudem 20 Propellermaschinen vom Typ Bombardier Dash 8Q-400. Sie werden von der Tochter LG Walter betrieben und mit ihren 74 Sitzen vor allem im Regionalverkehr eingesetzt. Von den einstmals 17 Langstreckenflugzeugen wurden zehn an den irischen Leasinggeber Aer-Cap zurückgegeben.

Mitarbeiter zittern

Für einen Großteil der Beschäftigten Air Berlins gibt es Hoffnung auf Jobs. Für rund 80 Prozent könnten „gute Chancen für neue Arbeitsplätze bei den Bietern“ erreicht werden, sagte Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann. „Wir kümmern uns aber um jeden Air Berliner.“ Auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte, man werde 3.000 Mitarbeiter einstellen und dafür in Summe 1,5 Milliarden Euro investieren.

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