USA ziehen sich aus UNESCO zurück

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump tritt aus der UNO-Kulturorganisation UNESCO aus. Das gab das Außenministerium heute in Washington bekannt. Der Schritt sei der Regierung nicht leichtgefallen, so Sprecherin Heather Nauert. Man störe sich aber an der israelfeindlichen Haltung der UNESCO und an Zahlungsrückständen innerhalb der Organisation.

Der Austritt soll nach ihren Angaben am 31. Dezember 2018 wirksam werden. UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokowa bedauerte die Entscheidung Washingtons zutiefst. Der Entschluss sei ihr offiziell von US-Außenminister Rex Tillerson mitgeteilt worden, sagte sie in Paris. Der Austritt sei für „die Familie der Vereinten Nationen“ und für den Multilateralismus ein Verlust, so Bokowa.

Die Arbeit der UNESCO stand in den vergangenen Jahren immer wieder im Schatten von Streit vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts. Nach der Aufnahme Palästinas in die Organisation hatten die USA 2011 ihre Zahlungen an die UNESCO gestoppt.