Bereits 29 Tote bei Waldbränden in Kalifornien

Der unermüdliche Einsatz Tausender Feuerwehrleute in Nordkalifornien zeigt erste Erfolge. Einer der verheerenden Brände im Bezirk Sonoma County - das Tubbs-Feuer - sei zu zehn Prozent eingedämmt, teilten die Behörden gestern mit. Doch an anderen Stellen breiteten sich die Flammen weiter aus.

Am Tag zuvor hatte die Polizei weitere Evakuierungen angeordnet. So mussten die Einwohner der Ortschaft Calistoga rasch ihre Häuser verlassen. Die Zahl der Toten bei den verheerenden Bränden stieg inzwischen auf mindestens 29. Allein im Bezirk Sonoma County seien 15 Leichen gefunden worden, teilten die Behörden mit. Nach Schätzungen sind mehr als 3.500 Häuser zerstört.

Über 8.000 Feuerwehrleute im Einsatz

Mehr als 8.000 Feuerwehrleute kämpften in der Region nördlich der Metropole San Francisco gegen zahlreiche große Buschbrände. In ganz Kalifornien wüteten mehr als zwanzig Großfeuer.

Die Sicherheitskräfte fürchteten weitere Todesopfer, denn mehrere hundert Menschen sind als vermisst gemeldet. Viele Gebiete sind ohne Strom und Telefonnetz, was das Auffinden von Angehörigen schwierig macht.

Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown sprach von einem der größten und gefährlichsten Feuer. Es werde den US-Bundesstaat viele Milliarden Dollar kosten. Die genaue Ursache der zahlreichen Feuer ist weiter ungeklärt. Möglicherweise seien einige Brände in dem Windsturm am Wochenende durch umgestürzte Stromleitungen ausgelöst worden, hieß es.