Japan: Fälschungsskandal um Stahlriesen weitet sich aus

Der Skandal um gefälschte Inspektionsdaten des japanischen Stahlriesen Kobe Steel weitet sich aus. Weltweit seien 500 Firmen mit falsch deklariertem Material beliefert worden, gab das Unternehmen heute in Tokio bekannt. Zuvor hatte Kobe Steel bereits eingeräumt, die betroffenen Produkte seien an 200 Kunden gelangt.

Unter den betroffenen Unternehmen seien Daimler, Tesla und General Motors sowie die Flugzeughersteller Boeing und Airbus, berichtete die Finanzzeitung „Nikkei“. Der Aktienkurs ist in den vergangenen Tagen seit Bekanntwerden des Skandals um 40 Prozent eingebrochen.

Der Konzern hatte zugegeben, Aluminium- und Kupferprodukte sowie Eisenpulver mit gefälschten Überprüfungsdaten zum Beispiel zur Materialstärke zur Verwendung in Autos, Zügen, Flugzeugen sowie militärischer Ausrüstung an Kunden in aller Welt ausgeliefert zu haben. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo heute unter Berufung auf Unternehmenskreise meldete, sollen auch Stahldrähte für Autos betroffen sein.