Aufruf zu Twitter-Boykott nach Sperre von Rose McGowan

Weil Twitter den Account der Schauspielerin Rose McGowan vorübergehend gesperrt hat, rufen Kolleginnen unter dem Hashtag „#WomenBoycottTwitter“ dazu auf, heute das Soziale Netzwerk zu boykottieren. McGowan ist eine der Prominentesten unter den Frauen, die Hollywood-Tycoon Harvey Weinstein sexuelle Belästigung und Vergewaltigung vorwerfen.

Die Sperre von McGowans Konto durch Twitter hatte im Netz Empörung ausgelöst und Aufrufe zu einem 24-stündigen Boykott ausgelöst:

Twitter wurde in der Vergangenheit wiederholt kritisiert, dem Missbrauch der Plattform für Hassrede - die sich oft gerade gegen Frauen richtet - nicht wirklich Paroli zu bieten. Userinnen und User auf Twitter unter dem Hashtag waren uneins darüber, ob die Aktion sinnvoll ist.

Einige posteten auch, gerade jetzt, wo im Zuge der Weinstein-Causa Gewalt gegen Frauen und das Machtgefälle in der Berufswelt ein Thema seien, sollten Frauen ihre Erfahrungen teilen und die Stimme erheben.

McGowan erhebt Vorwürfe gegen Amazon-Chef Bezos

McGowan hatte im Skandal um Weinstein auch schwere Vorwürfe gegen Amazon-Chef Jeff Bezos erhoben hat. McGowan schrieb auf Twitter, sie habe Amazon darüber informiert, von Weinstein vergewaltigt worden zu sein - der Konzern habe darauf aber nicht reagiert. Via Twitter rief McGowan Bezos dazu auf, keine „Vergewaltiger“ zu finanzieren.