Schädliche Dämpfe in Brüsseler EU-Gebäude - 13 Verletzte

Im Brüsseler Europagebäude, in dem sich kommende Woche die Staats- und Regierungschefs zu einem Gipfel treffen, sind heute 13 Menschen durch chemische Dämpfe vergiftet worden. Alle wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, hieß es auf Anfrage von ORF.at aus dem Rat. Sie hätten über „brennende Augen“ und Brechreiz geklagt.

Rettungseinsatz vor dem Brüsseler Europagebäude

APA/AFP/Emmanuel Dunand

Mitglieder des Küchenpersonals betroffen

Zu dem Vorfall war es den Angaben des Rats zufolge in der Küche des Gebäudes gekommen, infolge der Vermischung von Chemikalien hätten sich schädliche Dämpfe gebildet. Betroffen seien hauptsächlich Mitglieder des Küchenpersonals, auch Sicherheitsangestellte seien unter den Verletzten. Ursächlich sei ein technisches Problem im Belüftungssystem, wie es gegenüber ORF.at hieß.

„Medizinischer Notfallplan“ in Kraft getreten

Da der Vorfall mehr als zehn Mitarbeiter betraf, trat der „medizinische Notfallplan“ des EU-Rats in Kraft, den die Behörden eigens für Krisenfälle beschlossen haben. Zahlreiche Krankenwagen und Feuerwehrfahrzeuge waren deshalb umgehend an Ort und Stelle. Das betroffene Gebäude wurde den Angaben des Rats zufolge vorübergehend evakuiert – die Angestellten wurden in das nebenan liegende Justus-Lipsius-Gebäude gebracht. Der bevorstehende EU-Gipfel soll wie geplant stattfinden können, hieß es.