Dämpfe in Brüsseler EU-Gebäude: Fünf Menschen im Spital

Im Gebäude für die EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel sind heute 13 Menschen durch chemische Dämpfe vergiftet worden. Fünf von ihnen kamen ins Krankenhaus, sagte ein Sprecher der belgischen Feuerwehr. In der Küche des Europa-Gebäudes sei es zu einer ungünstigen Vermischung von Chemikalien gekommen, woraufhin „schädliche Dämpfe“ entstanden seien.

Rettungseinsatz vor dem Brüsseler Europagebäude

APA/AFP/Emmanuel Dunand

Grund für die Verbreitung war ein technischer Defekt im Belüftungssystem, wie das Generalsekretariat des EU-Rates in einer Stellungnahme erklärte. Betroffen seien mehrere Mitglieder des Küchenpersonals. Das Einatmen der Gase habe Vergiftungssymptome wie „brennende Augen und Erbrechen“ hervorgerufen, sagte Feuerwehr-Sprecher Pierre Meys.

Da der Vorfall mehr als zehn Mitarbeiter betraf, trat der „medizinische Notfallplan“ des EU-Rates in Kraft, den die Behörden eigens für Krisenfälle beschlossen haben. Zahlreiche Krankenwagen und Feuerwehrfahrzeuge waren deshalb umgehend an Ort und Stelle. Fünf Küchenangestellte wurden ins Krankenhaus gebracht, weitere Angestellte wurden am Vorfallsort medizinisch behandelt.