Kulturrat fordert bessere Künstlerbezahlung

Zu Beginn der Koalitionsverhandlungen hat der Kulturrat Österreich heute seine Anliegen für ein künftiges Regierungsprogramm veröffentlicht. Beklagt wird dabei der bisherige „Abgrund zwischen Repräsentationskultur und zeitgenössischem Schaffen“. Zu den Forderungen zählt zuvorderst der Wunsch nach angemessener Bezahlung von Kunst- und Kulturarbeit.

Weiters gefordert wird eine „deutliche Ausweitung und kontinuierliche Valorisierung der Kunst- und Kulturförderung, um faire Bezahlung und somit soziale Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden zu gewährleisten“, sowie die Einführung eines Urhebervertragsrechts.

Bedingungsloses Grundeinkommen

Auch Erleichterungen beim Zugang zu Arbeitslosengeld sind eine langjährige Forderung des Kulturrats: Hier sollten künftig Kurzzeitanstellungen mitgedacht und Ruhendmeldungen auf alle neuen Selbstständigen ausgeweitet werden, heißt es in der Aussendung.

Verwiesen wird auch auf die Notwendigkeit einer „konsequenten Umsetzung“ der „UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“, darüber hinaus tritt man für die Einführung eines existenzsichernden bedingungslosen Grundeinkommens ein.

Der Kulturrat, der vor der Wahl zu einer Diskussion mit den Kultursprechern der Parteien geladen hatte, betont außerdem, dass „konkrete Vorschläge und Lösungsmöglichkeiten“ bereits seit der letzten großen Studie zur sozialen Lage von Kunstschaffenden im Jahr 2008 vorlägen.