Fentanyl-Krise in USA: China weist Verantwortung zurück

Kurz vor dem Besuch von US-Präsident Donald Trump hat sich die chinesische Regierung gegen Schuldzuweisungen im Zusammenhang mit der Opioidsuchtepidemie in den USA verwahrt. Für Trumps Behauptung, dass der Großteil des in den USA verkauften süchtig machenden Schmerzmittels Fentanyl aus China stamme, gebe es „keine ausreichenden Belege“.

Die Staatszeitung „Global Times“ zitierte heute den zuständigen Beamten des Ministeriums für öffentliche Sicherheit, Wei Xiaojun. Dass ein Teil des Fentanyls auf dem US-Markt aus chinesischer Produktion stamme, wolle er aber „weder bestreiten noch zurückweisen“, sagte Wei.

Wegen der Suchtepidemie in den USA hatte Trump kürzlich den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Dabei beklagte er eine „Welle billigen und tödlichen Fentanyls“, das aus China in die USA gelange. Trump kündigte auch an, das Thema bei seinem bevorstehenden China-Besuch mit Präsident Xi Jinping zu besprechen: „Ich werde das als oberste Priorität behandeln, und er wird etwas dagegen tun.“