Scharfe US-Kritik an Syriens Beitritt zu Klimaabkommen

Die US-Regierung hat auf die Ankündigung Syriens, dem Pariser Klimaabkommen beizutreten, mit ätzender Kritik reagiert. Es sei „ironisch“, dass sich Syrien „so sehr um das Klima und Dinge wie CO2 sorgt“, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, gestern in Washington. „Wenn sich die Regierung von Syrien so sehr darum sorgt, was in die Luft geblasen wird, würde sie nicht ihr eigenes Volk mit Giftgas töten.“

Nauert bezog sich dabei auf Vorwürfe gegen die Truppen von Syriens Machthaber Baschar al-Assad zu wiederholten Giftgasangriffen in dem Bürgerkriegsland. In einem Ende Oktober vorgelegten Untersuchungsbericht machten UNO-Experten Assads Armee für den verheerenden Giftgasangriff im syrischen Chan Scheichun mit Dutzenden Toten verantwortlich.

Syrien hatte gestern bei der UNO-Klimakonferenz in Bonn angekündigt, dass es das Pariser Abkommen unterzeichnen werde. Damit sind die USA das einzige Land der Welt, das sich gegen die Ende 2015 erzielte Vereinbarung stellt.

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