Drohungen aus Gaza: Israel stellt Raketenabwehrsystem auf

Nach neuen Spannungen mit militanten Palästinensern im Gazastreifen hat Israel eine Raketenabwehrbatterie in Stellung gebracht. Der israelische Rundfunk berichtete heute, die Armee sei in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Aus Angst vor Raketenangriffen habe man das Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) im zentralen Abschnitt Israels positioniert.

Eine Armeesprecherin bestätigte zwar die Aufstellung des Systems, betonte jedoch, es handle sich um Routine und keinesfalls um eine außergewöhnliche Maßnahme. Zuvor hatten Israel und die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Drohungen ausgetauscht.

Mindestens zwölf Menschen bei Angriff auf Tunnel getötet

Israels Armee hatte vor gut zwei Wochen am Rande des Gazastreifens einen Tunnel zerstört, der von palästinensischem auf israelisches Gebiet geführt hatte. Dabei wurden mindestens zwölf militante Palästinenser getötet, die meisten davon Dschihad-Mitglieder. Der Dschihad hatte daraufhin Rache geschworen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warnte, man werde im Fall von Angriffen hart reagieren. Man sehe die radikalislamische Hamas als verantwortlich für jeden Angriff aus dem Gazastreifen.