Telekombehörde prüft A1 auf Verstoß gegen Netzneutralität

Die Telekomregulierungsbehörde RTR prüft, ob A1 gegen die Netzneutralität verstößt. Der Betreiber hat gestern einen neuen mobilen Internettarif vorgestellt, bei dem bei ausgewählten Streamingdiensten kein Datenvolumen verbraucht wird. Die RTR hat ein Verfahren eingeleitet, Internetaktivisten warnen bereits vor einem Ende des freien Internets und verweisen dabei auf Portugal.

Ob Verstöße gegen die Netzneutralitätsverordnung der EU vorliegen, werde in einem Verfahren zu klären sein, hieß es von der RTR zu „Der Standard“ und „Futurezone“. Im Rahmen von Vorgesprächen seien A1 seitens der RTR bereits Bedenken im Hinblick auf die Bestimmungen der Netzneutralitätsverordnung mitgeteilt worden, so eine Behördensprecherin.

„Zero Rating“ umstritten

A1 erklärte hingegen, das Produkt vorab auf Konformität geprüft zu haben. Der teilstaatliche Provider bietet „A1 Free Stream“ kostenlos bei Neuanmeldungen oder bei einem Wechsel in einige andere Tarife an. Hochauflösendes HD-Streaming ist allerdings erst ab der teuersten Tarifstufe inkludiert.

Ein „Zero Rating“-Angebot ist umstritten, weil damit bestimmte Internetservices gegenüber anderen bessergestellt werden. Die EU-Netzneutralitätsverordnung schreibt hingegen vor, dass alle Daten im Internet diskriminierungsfrei gleich behandelt werden müssen. Das Prinzip der Netzneutralität soll einen freien Internetzugang garantieren.