US-Justizministerium knöpft sich Clinton-Stiftung vor

Das US-Justizministerium lässt die Rolle der Clinton-Stiftung beim Verkauf eines Uranunternehmens an Russland vor vier Jahren untersuchen. Wie aus einem gestern veröffentlichten Schreiben von Justizminister Jeff Sessions an Parlamentarier hervorgeht, prüfen Staatsanwälte in seinem Auftrag auch die Einsetzung eines Sonderermittlers.

Präsident Donald Trump hatte zuletzt den Druck auf das Justizministerium erhöht, gegen seine frühere Wahlkampfrivalin Hillary Clinton vorzugehen. Der Präsident wie auch sein Justizminister stehen selbst wegen der Affäre um mutmaßliche russische Manipulationen zugunsten Trumps im US-Wahlkampf unter massivem Druck.

Die Verbindungen von Trumps Wahlkampfteam nach Moskau werden vom Sonderermittler Robert Mueller untersucht. Dieser war von Vizejustizminister Rod Rosenstein eingesetzt worden, nachdem sich Sessions wegen seiner früheren Rolle in Trumps Wahlkampfteam in der Angelegenheit für befangen erklärt hatte.

Verkauf von Uranium One an russischen Staatskonzern

In den Untersuchungen geht es um den Verkauf der kanadischen Firma Uranium One an den russischen Staatskonzern Rosatom zur Amtszeit von Trumps Vorgänger Barack Obama. Rosatom erlangte dadurch die Kontrolle über ein Fünftel der US-Uranbestände.

Obama genehmigte den Deal im Jahr 2010 - also zu einem Zeitpunkt, als Clinton Außenministerin war. Zuvor hatte Uranium One die von ihrem Ehemann, Ex-Präsident Bill Clinton, gegründete Stiftung mit mehreren Spenden bedacht.

Während des Wahlkampfs hatte Trump immer wieder gesagt, er wolle Hillary Clinton ins Gefängnis werfen.