78 Flüchtlinge in zwei Lkws in der Slowakei entdeckt

Die slowakische Polizei hat 78 Flüchtlinge aus zwei Lkws befreit. Die beiden Lastwagen wurden in der Nacht auf heute im nordslowakischen Zilina angehalten. Beamte entdeckten in den verplombten Fahrzeugen Dutzende Menschen, darunter auch Kinder, berichtete die slowakische Nachrichtenagentur TASR.

Weil die beiden Laster dicht hintereinander fuhren, wurden Polizisten auf sie aufmerksam. Beamte forderten die zwei aus der Türkei stammenden Fahrer auf, die Anhänger zu öffnen. Dazu wurden auch Zöllner herbeigerufen, da die Ladeflächen verplombt waren. Neben den Waren entdeckten die Polizisten in einem Laster 34 Personen, auf der Ladefläche des zweiten Wagens drängelten sich weitere 44 Menschen.

Ermittlungen gegen Schlepperei

Es handelte sich dabei um Männer, Frauen und Kinder aus dem Irak, dem Iran und Syrien, sagte Denisa Balogova, Sprecherin des Polizeipräsidiums der Slowakei. Laut ersten Informationen stiegen die Flüchtlinge in Rumänien zu und sollten über Ungarn und die Slowakei nach Deutschland gebracht werden. Dafür zahlten sie laut Polizeiangaben den Schleppern einen Preis von rund 500 Euro pro Person.

Die Flüchtlinge, allem Anschein nach unverletzt, wurden der Fremdenpolizei übergeben, die türkischen Fahrer festgenommen. Die Polizei hat bereits Ermittlungen wegen Schlepperei eingeleitet, weitere Einzelheiten wolle man erst nach deren Abschluss bekanntgeben, hieß es.