Rekorde zum Auftakt der New Yorker Herbstauktionen

Gleich mit mehreren Rekorden sind die New Yorker Herbstauktionen in die diesjährige Saison gestartet. Teuerstes Werk war in der Nacht auf gestern bei Christie’s das Gemälde „Laboureur dans un champ“ des niederländischen Künstlers Vincent van Gogh (1853 bis 1890), das nach Angaben des Auktionshauses für rund 81 Millionen Dollar (rund 70 Mio. Euro) versteigert wurde - rund 20 Millionen Dollar mehr als zuvor erwartet. Das Gemälde „Contraste de formes“ von Fernand Leger (1881 bis 1955) brachte rund 70 Millionen Dollar - Auktionsrekord für den französischen Künstler.

Leonardo da Vincis "Salvator Mundi"

Reuters/Peter Nicholls

Auch für den deutschen Künstler Emil Nolde (1867 bis 1956) wurde ein neuer Auktionsrekord erzielt. Sein Bild „Indische Tänzerin“ wurde für rund 5,3 Millionen Dollar versteigert, fast doppelt so viel wie zuvor erwartet. Das Auktionshaus Sotheby’s verkaufte amerikanische Kunst für insgesamt rund 19,4 Millionen Dollar, darunter beispielsweise das Gemälde „Shell“ von Georgia O’Keeffe (1887 bis 1986) für rund 1,5 Millionen Dollar. Teuerstes Bild bei Sotheby’s war das Landschaftsgemälde „Indians Crossing the Columbia River“ des in Deutschland geborenen und später in die USA ausgewanderten Künstlers Albert Bierstadt (1830 bis 1902), das für rund 2,2 Millionen Dollar versteigert wurde.

Spannung vor Leonardo-Auktion

Mit besonderer Spannung wird noch die Versteigerung von „Salvator Mundi“ erwartet, das als letztes bekanntes Werk des italienischen Künstlers Leonardo da Vinci (1452 bis 1519) in Privatbesitz gilt und rund 100 Millionen Dollar einbringen soll.

Vor der Versteigerung hatte Christie’s das Werk in Hongkong, London und San Francisco gezeigt, derzeit wird es in der Filiale in New York nahe dem Rockefeller Center ausgestellt. Rund 27.000 Menschen werden das Gemälde bis zur Versteigerung nach Angaben des Auktionshauses gesehen haben, einen größeren Andrang hat Christie’s noch nie für ein einzelnes Werk verbucht. Auch Stars wie Leonardo DiCaprio, Alex Rodriguez, Patti Smith und Jennifer Lopez schauten nach Angaben der „New York Times“ vorbei.