Staatspreis für Erwachsenenbildung vergeben

Dagmar Ransmayr, Gründerin der Migrantentheatergruppe „Die Fremden“, die Frauenstiftung Steyr und Elke Gruber, Professorin für Erwachsenenbildung an der Uni Graz, sind gestern Abend von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) mit dem Staatspreis für Erwachsenenbildung geehrt worden. Die Preisträgerinnen wurden u. a. durch Onlinevoting auf Basis von Expertenvorschlägen in drei Kategorien gekürt.

Für ihre theaterpädagogische Arbeit als Gründerin, Leiterin und Regisseurin der Migrantentheatergruppe „Die Fremden“ erhielt Ransmayr den Staatspreis in der Kategorie „ErwachsenenbildnerIn 2017: Entwicklung durch Bildung“. In der 1992 gegründeten Gruppe haben bisher rund 70 Personen aus 39 Ländern in 20 Theaterprojekten mitgewirkt.

Reaktion auf Abbau von Frauenarbeitsplätzen

In der Kategorie „Themenschwerpunkt 2017: Qualitätsentwicklung“ bekam die Frauenstiftung Steyr nicht nur den Staatspreis, sondern auch ein Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro. Der 1991 als Reaktion auf den großen Abbau von Frauenarbeitsplätzen gegründete Verein hat die Jury mit seinem auf Expertengutachten („Peer Review“) beruhenden Ansatz zur Qualitätssicherung des Validierungsverfahrens von informell und nicht formal erworbenen Kompetenzen überzeugt.

Gruber, seit 2014 Inhaberin des Lehrstuhls für Erwachsenenbildung/Weiterbildung an der Universität Graz, erhielt „für ihre verdienstvolle und international anerkannte Tätigkeit“ den Staatspreis in der Kategorie „Wissenschaft und Forschung 2017 - Gesamtwerk“.

Sie sei federführend an der Entwicklung und Professionalisierung der Erwachsenenbildung beteiligt und habe einen wesentlichen Beitrag zur Forschung in diesem Bereich geleistet, heißt es in einer Aussendung des Bildungsministeriums.