Kern sieht „kleine Intrige“ zu Berichten über sein Gehalt

Zu Berichten über eine Gehaltserhöhung für ihn hat Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) heute in Brüssel gelassen reagiert. Das sei „eine kleine Intrige, eine österreichische, die wunderbare Resonanz in österreichischen Medien findet“, sagte er vor dem EU-Gipfel der östlichen Partnerschaft in Brüssel. Man sollte das aber „nicht überbewerten“.

Zuvor war bekanntgeworden, dass die SPÖ Kerns Gehalt erhöht. Damit der Rückgang vom Kanzlersalär zu jenem eines einfachen Abgeordneten nicht zu groß wird, werde die Bundespartei Kern gut 6.100 Euro monatlich überweisen, berichtete die „Tiroler Tageszeitung“. Damit kommt er auf dasselbe Gehalt wie der geschäftsführende Klubobmann Andreas Schieder, nämlich 14.885 Euro.

Auf die Frage, ob das sein letzter EU-Gipfel sei, antwortete Kern: „Wer weiß? Spätestens im Jahr 2022 werden wir uns wiedersehen“, sagte er in Hinblick auf die nächste planmäßige Nationalratswahl.

Kern: „Brexit“ verursacht große Probleme in EU-Budget

In Sachen „Brexit“ dränge nach Aussagen Kerns die Zeit: „Wenn wir den nächsten Finanzrahmen diskutieren, brauchen wir Klarheit über die britischen Beiträge.“ Es werde auf jeden Fall „heftige Diskussionen“ und eine „massive Verschiebung“ im EU-Budget geben.

In Richtung Österreich sagte der SPÖ-Chef, dass alle, die dort der „Auffassung sind, dass man dieselben Leistungen“ bekomme, ohne bereit zu sein, „größere Beiträge zu entrichten“, den Menschen etwas Falsches erzählen. Kern geht davon aus, dass die EU durch den „Brexit“ geradezu „zur grundsätzlichen Neuausrichtung“ gezwungen werde.