Offiziell etwa 2.000 US-Soldaten in Syrien im Einsatz

Das US-Verteidigungsministerium hat eingeräumt, dass deutlich mehr amerikanische Soldaten in Syrien im Einsatz sind, als bisher öffentlich kommuniziert wurde. Derzeit seien etwa 2.000 US-Soldaten in dem Bürgerkriegsland, sagte Pentagon-Sprecher Robert Manning gestern in Washington. Bisher hatte das Ministerium die Zahl stets mit etwa 500 angegeben. Im Irak befinden sich nach Angaben Mannings etwa 5.200 amerikanische Soldaten.

Die neuen Zahlen gingen nicht auf eine Truppenaufstockung zurück, sagte der Sprecher. Es sei vielmehr das Ergebnis einer internen Untersuchung. Generell sei die Zahl der US-Soldaten in Syrien und dem Irak derzeit rückläufig. Vor Kurzem hatten die USA rund 400 Marines aus dem Norden Syriens abgezogen.

Die USA führen in beiden Ländern eine internationale Koalition an, die gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kämpft. In Syrien unterstützt das Bündnis lokale Einheiten, unter anderem mit Luftangriffen.

Schon im Fall des Afghanistan-Einsatzes hatte das Pentagon die Zahl der US-Soldaten Ende August öffentlich korrigiert. Sie war ebenfalls deutlich höher.