Pizzabacken wird UNESCO-Kulturerbe

Die Kunst der Pizzaioli, der Pizzabäcker von Neapel, ist von der UNESCO als Kulturerbe der Menschheit anerkannt worden. Das teilte der italienische Landwirtschaftsminister Maurizio Martina in der Nacht auf heute mit. Der Beschluss wurde von einem UNESCO-Ausschuss bei einem Treffen auf der südkoreanischen Insel Jeju gefasst.

In Italien freut man sich über den UNESCO-Schutzstatus für die Pizzaioli-Kunst.

Italien und Neapel feierten. „Das ist ein Sieg! Die gastronomische Identität Italiens wird immer besser geschützt“, sagte Landwirtschaftsminister Martina. Er setzt sich für den Erhalt der wahren neapolitanischen Tradition des Pizzabackens und gegen Tiefkühl- und Industrieware ein.

Mehr als nur Kneten und Belegen

Laut dem Antrag Italiens bei der UNESCO geht die Tradition weit über das berühmte Teigwirbeln der Pizzabäcker und das Belegen der Fladen hinaus: Neben dem Handwerk werden auch Lieder und Geschichten seit dem 16. Jahrhundert von Generation zu Generation weitergegeben, wie es im Antrag Italiens hieß. Die Petition an die UNESCO hatten rund zwei Millionen Menschen unterzeichnet.

Pizzabäcker aus Neapel riechen an einer Pizza Margherita

APA/AFP/Tiziana Fabi

Es sei unbestreitbar, dass das gastronomische Know-how rund um die Pizzaproduktion ein Kulturerbe sei, kommentierte der UNESCO-Ausschuss. Das Backen sei ein Ritual, Pizzaioli würden sich dabei wie auf einer Bühne bewegen. Es sei ein wesentlicher Bestandteil der neapolitanischen Kultur und Identität.