Syrien will zu UNO-Friedensgesprächen zurückkehren

Nach mehreren Tagen Abwesenheit will die syrische Regierung am Sonntag zu den UNO-Friedensgesprächen in Genf zurückkehren. Die Delegation der Regierung werde dann an der achten Verhandlungsrunde in Genf teilnehmen, hieß es laut der amtlichen Nachrichtenagentur SANA heute aus dem Außenministerium in Damaskus. Die Verhandlungen in Genf waren zuletzt ohne die Regierung fortgesetzt worden.

Die achte Gesprächsrunde zur Beendigung des jahrelangen Bürgerkriegs hatte am 28. November unter Vermittlung des UNO-Syrien-Gesandten Staffan de Mistura in Genf begonnen. Da die Opposition weiter auf dem Rückzug des syrischen Machthabers Baschar al-Assad beharrte, ließ der Verhandlungsführer der Regierung, Baschar al-Dschaafari, offen, ob er weiter an den Gesprächen teilnehmen werde.

Die Regierung befindet sich in einer Position der Stärke, seit sie mit der Unterstützung Russlands und des Iran Aleppo und andere große Städte des Landes wieder unter ihre Kontrolle gebracht hat. Obwohl die Opposition nur noch wenige Gebiete im Land kontrolliert, fordert sie weiter den Rücktritt Assads als Bedingung für die Bildung einer Übergangsregierung. Die Regierung in Damaskus lehnt Zugeständnisse in dieser Frage kategorisch ab.