Nach Werdenigg: Journalistin berichtet von Vergewaltigung

Die ehemalige Nachwuchsskifahrerin und nunmehrige Journalistin Helen Scott-Smith hat in einem Bericht mit dem „Standard“ (Donnerstag-Ausgabe) nach Nicola Werdenigg als zweite namentlich bekannte Frau von einer Vergewaltigung im alpinen Weltcup-Zirkus berichtet. Ein Servicemann eines österreichischen Skirennläufers soll die Schweizerin, wie Werdenigg im Jahr 1958 geboren, 1993 in Aspen vergewaltigt haben.

Scott-Smith, die seit Jahrzehnten auch für österreichische Medien aus dem Alpinsport sowie seit einiger Zeit auch vom Tennis berichtet, erzählte im „Standard“ von einer „Unkultur“ in den 1970er Jahren unter österreichischen Trainern. Scott-Smith kennt den Skizirkus von zwei Seiten: als junge Sportlerin und aktuell immer noch als Journalistin.

„Als ich 34 Jahre alt war, bin ich vergewaltigt worden. Vom Servicemann eines österreichischen Skifahrers“, sagte Scott-Smith dem „Standard“. „Ich wollte das schon lange erzählen, wollte das loswerden. Ich wollte nur nicht die Erste sein. Es ist gut, dass Nicola Werdenigg diesen Mut aufgebracht hat. Ich weiß, dass es viele Frauen im Skisport gibt, die viel durchgemacht haben. Viele haben weit mehr durchgemacht als ich“, so Scott-Smith.