Keine Entwarnung bei Bränden in Kalifornien

Heftige Winde haben die verheerenden Buschfeuer in Südkalifornien weiter ausgebreitet. Am schlimmsten wüteten die Flammen im Bezirk Ventura County, wo seit dem Ausbruch der Feuer am Montag nun bereits eine Fläche von mehr als 380 Quadratkilometern abbrannte. Nach jüngsten Angaben der Behörden kämpften allein dort über 2.500 Feuerwehrleute gegen die Brände an. 15.000 Gebäude seien bedroht, Zehntausende Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben.

Das ganze Ausmaß der Schäden war zunächst noch nicht abzusehen. Nach ersten Angaben brannten mindestens 150 Gebäude ab. In einem der betroffenen Gebiete nahe Ojai sei eine Frau nach einem Autounfall tot aufgefunden worden, berichtete die „Los Angeles Times“ unter Berufung auf Behörden. Die Todesursache müsse noch geklärt werden, hieß es. Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, sprach von einem „Wunder“, dass bisher keine Toten aus den Brandgebieten gemeldet wurden.

Alarmstufe Violett

Ein weiteres Buschfeuer hatte auch das weltbekannte Reichenviertel Bel Air in Los Angeles erreicht. Die Hügel des Stadtteils waren in dichten Rauch gehüllt. Der Feuerwehr zufolge brannten dort vier Häuser ab, elf wurden beschädigt. Gestern war das Skirball-Feuer erst zu fünf Prozent eingedämmt. Mehr als 700 Häuser in der Gefahrenzone seien geräumt worden. Die Feuerwehr hatte Anwohner alarmiert, notfalls für eine rasche Evakuierung bereitzustehen.

Das Eindämmen der Buschfeuer im Süden Kaliforniens wird durch die heftigen Santa-Ana-Winde erschwert. Seit Montag wehen diese trockenen und heißen Winde mit hoher Geschwindigkeit aus dem Inland Richtung Küste. Nach der Vorhersage der Meteorologen muss noch bis Samstag mit starken Böen gerechnet werden. In direkter Folge wurde die Alarmstufe erstmals von Rot auf Violett erhöht.

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