Jede dritte Waffe des IS kommt aus Mittel- und Osteuropa

Laut britischen Waffeninspektoren sind mittel- und osteuropäische Länder zentrale Waffenlieferanten für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Jede dritte Waffe in Händen der Terrormiliz stammt aus Ländern wie Bulgarien, Rumänien und den Balkanstaaten, geht aus dem Bericht der Gruppe Conflict Armament Research hervor.

„Lecks“ in Lieferkette

Die Gruppe, die im Auftrag der EU die Spur von Waffenlieferungen in Konfliktzonen untersucht, bestätigt damit ähnliche Befunde des Balkan Investigative Reporting Network (BIRN), berichtete das Netzwerk. Die USA und Saudi-Arabien lieferten - in Bruch mit internationalen Regeln für den Waffenhandel in Konfliktgebieten - Waffen über den Balkan zu syrischen Rebellen. Wegen „Lecks“ in der Lieferkette landete laut BIRN ein bedeutender Teil der Waffen letztlich in den Händen des IS.

Laut der dreijährigen Untersuchung „Waffen des Islamischen Staates“ der Conflict Armament Research, „wurde die Menge und Qualität der Waffen , die dem IS zur Verfügung stehen, stark vergrößert“. Laut dem Bericht kamen mehr als die Hälfte der neuen Waffen des IS in Syrien aus Bulgarien. Auch aus Rumänien und Serbien stammen offenbar große Teile der Waffen.