Ban Ki Moon übt heftige Kritik an Trump

Der ehemalige UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat heftige Kritik an US-Präsident Donald Trump geübt. Dessen Slogan „America First“ vermittle eine falsche Vision. Der Ausstieg aus dem Klimaabkommen sei politisch kurzsichtig und verantwortungslos, erklärte Ban gestern im Interview mit der ZIB2.

„Auf der falschen Seite der Geschichte“

Damit würde Trump auf der „falschen Seite der Geschichte“ stehen, sagte der frühere südkoreanische Außenminister und Ex-Botschafter, der sich anlässlich der Präsentation des neuen „Ban-Ki-moon-Centre for Global Citizens“ in Wien aufhielt.

Ban Ki Moon und Heinz Fischer im Interview

Der ehemalige UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und der ehemalige Bundespräsident Heinz Fischer sprechen im ZIB2-Interview über das neue „Ban Ki-moon Centre for Global Citizens“, aber auch über aktuelle weltpolitische Ereignisse.

Zur von Washington angekündigten Kürzung von Beitragszahlungen an die UNO meinte er, die USA seien der größte Beitragszahler. Er habe sich als UNO-Generalsekretär stets bemüht, zu sparen und Bürokratie abzubauen. Wenn die UNO aber nicht genügend Finanzmittel zur Verfügung habe, könnte das negative Folgen etwa für die Armutsbekämpfung, Gesundheitsprojekte und Friedensoperationen haben.

Fischer mahnt Solidarität in EU ein

Altpräsident Heinz Fischer sagte im ZIB2-Interview, dass er das neue Institut Bans in Wien mit ganzer Kraft unterstützen werde, das konkrete Projekte etwa für Jugend, Frauen, Bildung und Friedenssicherung unterstützen solle. Bezüglich der EU mahnte Fischer die Solidarität aller Mitgliedsländer ein. Man könne nicht nur Vorteile in Anspruch nehmen, sondern müsse auch Lasten tragen.