NSA darf weiter Daten von Ausländern abfischen

Der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) wird voraussichtlich auch in Zukunft ohne nennenswerte Einschränkungen die Internetkommunikation von Ausländern ausspähen dürfen. Das US-Repräsentantenhaus stimmte gestern in Washington der Verlängerung der entsprechenden gesetzlichen Befugnis um sechs Jahre zu. Nun muss zwar noch der Senat zustimmen, dort gilt die Zustimmung aber als sicher.

Auf Basis der Section 702 im Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) greift die NSA seit Jahren Nutzerdaten und Inhalte aus der Internetkommunikation ab. Das gigantische Ausmaß dieser Überwachung war im Jahr 2013 durch die Dokumente des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden ans Licht gekommen.

Umbruchsphase für NSA beginnt

Das Jahr 2018 wird in die Annalen der NSA als Jahr des Umbruchs eingehen, denn im Jänner stehen entscheidende Termine an. Neben der Verlängerung der Section 702 wird noch im Jänner die Nominierung eines Nachfolgers für den scheidenden NSA-Direktor Michael Rogers erwartet. Die meisten Beobachter rechnen damit, dass die NSA dann das Kommando über Cybercom verliert.

Die US-Cybertruppen sollen zu einer eigenen Einheit wie Navy und Air Force werden. Das weitaus größte Problem aber ist derzeit laut ehemaligen NSA-Offiziellen die Demoralisierung des Personals der NSA.

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