Proteste in Tunesien beruhigen sich

Zwei Tage vor dem Jahrestag der Revolution sind heute in Tunesien erneut zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, um gegen steigende Preise und zu hohe Abgaben zu protestieren. Allein in der Hauptstadt Tunis beteiligten sich rund 2.000 Menschen an den Demonstrationen.

Über 700 Festnahmen seit Beginn der Proteste

Nach mehreren Nächten, in denen es zu teils gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen war, blieb es aber zunächst friedlich.

Seit Beginn der Proteste Anfang der Woche wurden nach Angaben des tunesischen Innenministeriums 773 Menschen festgenommen. Es sei zu Plünderungen und gewaltsamen Übergriffen gekommen, sagte ein Sprecher.

Finanzgesetz als Auslöser für Demonstrationen

Die Proteste richten sich vor allem gegen das neue Finanzgesetz, das Anfang des Jahres in Kraft getreten war. Die Demonstranten werfen der Regierung vor, dass dadurch die Preise für Lebensmittel, Benzin und Telekommunikation gestiegen seien. Auch die erhöhte Mehrwertsteuer führe bei vielen Menschen zu finanziellen Problemen.

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