Präsidentschaftswahl in Tschechien: Hohe Beteiligung

Bei der Präsidentschaftswahl in Tschechien zeichnet sich eine gute Beteiligung ab. Bis zum Ende des ersten der zwei Wahltage gaben schätzungsweise knapp zwei Fünftel der rund 8,4 Millionen Berechtigten ihre Stimme ab. Das berichtete die Agentur CTK gestern. Amtsinhaber und Umfragefavorit Milos Zeman trifft auf acht Herausforderer, darunter den Chemieprofessor Jiri Drahos. Eine Stichwahl in zwei Wochen gilt als wahrscheinlich.

In dem Wahllokal, in dem Zeman seine Stimme abgeben wollte, nahm die Polizei eine junge Aktivistin der ukrainischen Frauengruppe Femen fest. Die Frau war mit nacktem Oberkörper und dem Ruf „Zeman - Putins Schlampe“ auf den 73 Jahre alten Politiker zugestürzt. Die Aktivistin muss sich nun wegen öffentlicher Ruhestörung vor Gericht verantworten.

Die Wahllokale sind über Nacht geschlossen. Die Tschechen können auch noch heute von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Anschließend beginnt die Auszählung. Mit aussagekräftigen Auszählungsergebnissen wird bis zum Abend gerechnet. Der tschechische Präsident hat überwiegend repräsentative Aufgaben.