Renzi sieht Fünf-Sterne-Bewegung als Herausforderung

Der italienische Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi hat seine Parteikollegen auf den Wahlkampf eingeschworen. Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung stelle die Sozialdemokraten vor eine „sehr schwierige Herausforderung, die ich nicht unterbewerten will“, warnte der Chef der Regierungspartei PD heute in Turin.

50 Tage blieben noch, um die Wähler zu überzeugen, sagte Renzi. „Machen wir ein Selfie von uns, um zu verstehen, dass es einen riesigen Unterschied zwischen uns und den anderen gibt.“ Der 43-Jährige will die deutlich geschwächten Sozialdemokraten in die Parlamentswahlen am 4. März führen. In den Umfragen liegt die von Jungpolitiker Luigi Di Maio angeführte Fünf-Sterne-Bewegung vorne, sie ist mit rund 28 Prozent aber weit von einer Mehrheit entfernt.

Berlusconi setzt auf Medienauftritte

Die PD, die in jüngster Zeit mehrere Abspaltungen erlitt, belegt mit 23 Prozent Platz zwei, gefolgt von Silvio Berlusconis Forza Italia, die in einem Bündnis mit zwei anderen Rechtsparteien ins Rennen geht.

Kaum ein Tag vergeht, in dem Berlusconi und auch Renzi nicht mit neuen Versprechen und Warnungen vor den politischen Gegnern um die Gunst der Wähler buhlen. Zumindest Berlusconi will an der Strategie bis zur Wahl festhalten und „von nun an jeden Tag im TV und Radio“ auftreten.

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