Iranischer Präsident weist US-Kritik an Atomdeal zurück

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat die Kritik der USA am internationalen Atomabkommen mit seinem Land zurückgewiesen. Es sei US-Präsident Donald Trump trotz wiederholter Versuche nicht gelungen, den Atomdeal zu untergraben, sagte Rouhani heute in einer im Staatsfernsehen live übertragenen Rede. Das Abkommen sei ein „dauerhafter Erfolg“ für die Islamische Republik.

Am Freitag hatte Trump erklärt, dem Abkommen „eine letzte Chance“ zu geben und die Sanktionen gegen den Iran zunächst weiter auszusetzen. Er fordert, den Atomvertrag mit dem Land nachzuverhandeln und dem Iran schärfere Bedingungen aufzuerlegen.

Nur USA dagegen

Regierungskreisen zufolge schwebt Trump eine Frist für Nachverhandlungen von 120 Tagen vor. Der Iran wiederum hält daran fest, das der Vertrag nicht nachverhandelt werden kann, solange andere Verbündete ihn respektieren.

Das Atomabkommen hatten nach zähem Ringen die fünf UNO-Veto-Mächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sowie Deutschland mit dem Iran ausgehandelt. Die Vereinbarung von 2015 sieht vor, dass der Iran das Atomprogramm einschränkt. Im Gegenzug werden die meisten Strafmaßnahmen aufgehoben. Trump hat das Abkommen wiederholt als „den schlechtesten Vertrag aller Zeiten“ kritisiert. Außer den USA stehen alle Vertragspartner hinter dem Deal.