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An- und Abreise mit Hindernissen

Am Freitag beginnen in Kärnten, Salzburg, Tirol und im Burgenland die Semesterferien. In Wien, Niederösterreich und Vorarlberg gehen sie zu Ende. Das bevorstehende Reisewochenende wird daher zu zahlreichen Verzögerungen auf den Straßen führen. Auch unzählige Faschingsumzüge und weitere Veranstaltungen schränken den Straßenverkehr ein.

Neben Ferienbeginn und -ende in Österreich steht auch in Deutschland ein Wechsel an. Vor allem der Ferienstart in Bayern wird sich bemerkbar auf den heimischen Straßenverkehr auswirken. Die zweite Runde der Semesterferien könnte damit für unzählige Autofahrer im Stau beginnen.

Vor allem bei der Zufahrt zu Skigebieten ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Laut Ö3-Verkehrsredaktion zählen etwa die Montafoner Straße (L188) in Vorarlberg, die Pass-Thurn-Straße (B161) rund um Kitzbühel (Tirol) und die Ennstal Straße (B320) rund um Schladming (Steiermark) zu den wichtigsten Staustrecken am Wochenende.

Häuser und Winterlandschaft

ORF.at/Günther Rosenberger

In Skiregionen kommt es am Wochenende zu einem Schichtwechsel, auch zahlreiche Tagestouristen werden erwartet

Grenzübergänge mit langen Wartezeiten

Dadurch, dass in Deutschland gleich sechs Bundesländer vom Schichtwechsel bei den Semesterferien betroffen sind, ist auch auf Autobahnen und an den Grenzübergängen mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Besonders betroffen könnte davon etwa die Inntalautobahn (A12) sein, direkt vor der Grenze Kufstein-Kiefersfelden.

Neben der A12 gelten auch die Pyhrnautobahn (A9), die Tauernautobahn (A10) sowie die Rheintal/Walgau-Autobahn (A14) als mögliche Kandidaten für Verzögerungen. Ö3 rechnet vor allem am Freitag und Sonntag mit größeren Auswirkungen auf den Straßenverkehr, das gesamte Wochenende über ist jedoch mit starkem Reise- und Rückreiseverkehr zu rechnen. Die Autofahrerclubs erwarten starke Verkehrsbehinderungen, laut ARBÖ werden die Staulängen jene der vorigen Woche „vermutlich erheblich“ übertreffen.

Spätestens am Sonntag wird sich der Rückreiseverkehr auch in und um Wien auswirken. Klassische Staustrecken wie die Ostautobahn (A4), die Südautobahn (A2) und die Südosttangente (A23) sowie die Westautobahn (A1) werden für lange Verzögerungen bei der Heimreise sorgen.

Weniger Schneefall am Wochenende

Neben Urlaubern werden auch viele Tagestouristen rund um die Wintersportgebiete erwartet. Das Wetter dürfte für zahlreiche Kurzentschlossene ausschlaggebend sein. Während sich viele Skiregionen in den letzten Tagen sehr winterlich präsentierten, wird für das Wochenende eine vorläufige Beruhigung erwartet.

Laut ORF-Wetterredaktion wird am Freitag zumindest zeitweise die Sonne scheinen, obwohl es streckenweise länger trüb sein kann. Vor allem an der Südseite der Alpen werden dichte Wolkenfelder erwartet. Die Temperaturen steigen auf bis zu sieben Grad. Am Samstag setzt sich der Sonnenschein eher durch, von Vorarlberg bis in die Obersteiermark kann es zeitweise leicht schneien.

ASFINAG rät zu Vorsicht auf den Straßen

Am Sonntag ist es dann fast in ganz Österreich sonnig, vor allem am Vormittag überwiegt der Sonnenschein. Im Westen könnte es abermals leicht schneien, in tieferen Lagen regnet es stattdessen. Wie winterlich es dabei auf den Straßen wird, hängt stark von der Region ab.

Die ASFINAG rät Autofahrern dazu, bei winterlichen Verhältnissen Abstand zu halten und bei nasser oder schneebedeckter Fahrbahn zu beachten, dass sich der Bremsweg um ein Vielfaches verlängert. Auch die Winterausrüstung sollte überprüft werden - in einer Aussendung warnt die ASFINAG davor, ohne passende Ausrüstung unterwegs zu sein - Winterreifen seien „oberstes Gebot“.

Faschingsumzüge führen zu Straßensperren

Am Wochenende sorgen auch zahlreiche Faschingsumzüge für Straßensperren. In Klagenfurt werden etwa wegen des Waidmannsdorfer Faschingsumzuges am Samstag Umleitungen eingerichtet. Sperren gibt es auch in Bludenz (Vorarlberg) und Wien. Am Sonntag finden in Tirol, Oberösterreich und Niederösterreich weitere Umzüge statt, für die ebenfalls zumindest zeitweise der Verkehr umgeleitet wird. Im Raum St. Johann in Tirol findet am Wochenende auch der Internationale Tiroler Koasalauf statt, der zu Sperren auf Haupt- und Nebenstraßen führt.

Für die Anreise zu der Langlauf-Veranstaltung in St. Johann wird etwa zum Umstieg auf die Bahn geraten. Abseits der Skigebiete macht Ö3 jedoch auch auf Änderungen im Schienenverkehr aufmerksam. Auf der Strecke zwischen Linz und Prag kommt es etwa wegen Bauarbeiten zu unterschiedlichen Fahrtzeiten, ein Teil der Verbindungen wird durch Busse ersetzt. In Niederösterreich sind Teile der Nordwestbahn gesperrt.

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