Haft für angebliches Opfer der Grenfell-Brandkatastrophe

Ein angebliches Opfer der Brandkatastrophe im Londoner Grenfell-Tower ist zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das entschied das zuständige Gericht gestern in London. Der 53-Jährige hatte behauptet, seine Frau und sein Sohn seien bei dem Feuer in dem Londoner Hochhaus im Juni vergangenen Jahres ums Leben gekommen. Bei dem Brand starben 71 Menschen.

Der Mann soll sich damit umgerechnet rund 11.300 Euro an Hilfsgeldern erschlichen haben. Der notorische Betrüger hatte der Polizei einen detaillierten Bericht vorgelegt, wie er seine Familie angeblich im mit Rauch gefüllten Stiegenhaus des Wohnturms aus den Augen verloren hatte.

Er ist der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge unter 17 verschiedenen Aliasnamen bekannt und wurde bereits 28-mal verurteilt, unter anderem wegen Diebstahls, Betrügereien und Körperverletzung.