Palästinenser bei Kämpfen mit Israels Armee verletzt

Bei Zusammenstößen mit der israelischen Armee sind im Westjordanland und im Gazastreifen rund 100 Palästinenser verletzt worden. Sie seien von Gummimantelgeschoßen oder scharfer Munition getroffen worden, teilten der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond und das Gesundheitsministerium in Gaza gestern mit.

Unter anderem die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hatte zuvor zu einem „Freitag des Zorns“ und Protesten aufgerufen. Nach Angaben der israelischen Armee hatten im Westjordanland an mehreren Orten insgesamt rund 800 Palästinenser brennende Reifen in Richtung von Soldaten gerollt sowie Brandflaschen und Steine geworfen.

Sprecherin: Keine scharfe Munition

Die Sicherheitskräfte hätten Maßnahmen angewendet, um die Unruhen zu beenden. Von scharfer Munition sei ihr nichts bekannt, sagte eine Sprecherin. Am Rande des Gazastreifens hätten sich etwa 400 Palästinenser an Unruhen beteiligt. Sicherheitskräfte hätten gezielt auf Anführer geschossen, die eine Gefahr für die Soldaten dargestellt hätten.

Die Palästinenserfraktionen hatten zu den Protesten aufgerufen, nachdem israelische Sicherheitskräfte einen mutmaßlichen palästinensischen Attentäter bei einer Armeeoperation im Westjordanland erschossen hatten. Der Mann hatte sich in der Nähe von Jenin versteckt. Er soll der Kopf einer Zelle gewesen sein, die im vergangenen Monat einen Rabbiner und sechsfachen Vater erschossen hat.