Strache will Israel und IKG die Hand reichen

Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) will sowohl Israel als auch der Israelitischen Kultusgemeinde, die beide offizielle Kontakte mit der FPÖ verweigern, die Hand reichen. Nach einem Gespräch mit dem umstrittenen israelischen Parlamentarier Yehuda Glick gestern in Wien äußerte Strache den Wunsch nach Dialog.

Strache: „Missverhältnisse“ ausräumen

Dass direkte Kontakte derzeit nur auf Beamten-, aber nicht auf Regierungsebene stattfinden, ist für Strache zwar „schade“, aber das sei „zu respektieren“. Wichtig sei es, „die Hand zu reichen und den Dialog zu suchen“. Es sei ihm „ein Herzensanliegen“, diese „Missverhältnisse“ auszuräumen, sagte der FPÖ-Obmann.

Auch die Israelitische Kultusgemeinde ersuchte Strache, in einen Dialog einzutreten. Dass die IKG-Führung nicht an gemeinsamen Veranstaltungen mit der FPÖ teilnehmen wolle, sei „schmerzlich“, aber „zu respektieren“.

Der FPÖ-Obmann sagte, dass Antisemitismus und Rassismus „keinen Platz“ in der FPÖ haben. Einzelfälle habe es in der FPÖ wie auch in anderen Parteien gegeben. Wenn eine rote Linie überschritten wurde, habe er aber immer die Konsequenzen gezogen. „Ich lasse nicht im Raum stehen, dass die FPÖ pauschal in ein Licht gerückt wird, wo sie nicht hingehört.“