Dänischer Prinz Henrik gestorben

Prinz Henrik, der Mann der dänischen Königin Margrethe II., ist tot. Er starb gestern am späten Abend friedlich im Alter von 83 Jahren auf Schloss Fredensborg nördlich von Kopenhagen, wie das Königshaus heute mitteilte. Seine Frau und seine beiden Söhne seien an seiner Seite gewesen.

Prinz Henrik von Dänemark

APA/AP/Stine Tidsvilde

Zog sich aus Öffentlichkeit zurück

Der gebürtige Franzose war seit 1967 mit Margrethe verheiratet, fünf Jahre bevor diese zur Königin gekrönt wurde, und galt als ihre große Stütze. Immer wieder sah man die beiden ausgelassen zusammen. Im vergangenen Jahr feierten sie ihre Goldene Hochzeit.

Danach ging es Henrik gesundheitlich immer schlechter. Im September gab das Königshaus bekannt, er leide an Demenz. Der Prinz zog sich daraufhin weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück, zuletzt sah man ihn mit seiner Frau beim Weihnachtsgottesdienst.

Erste fünf Jahre in Vietnam verbracht

Henrik wurde am 11. Juni 1934 als Graf Henri Marie Jean Andre de Laborde de Monpezat im französischen Talence geboren. Die ersten fünf Lebensjahre verbrachte er mit seinen Eltern in Vietnam, studierte später Jus an der Pariser Sorbonne sowie Chinesisch und Vietnamesisch unter anderem in Hongkong und Saigon (heute Ho-Chi-Minh-Stadt).

Prinz Henrik von Dänemark mit Prinzessin Margarethe und Kronprinz Frederik

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Nach der Hochzeit mit Margrethe, die er in London kennengelernt hatte, änderte er seinen Vornamen ins dänische Henrik. Seine Frau wurde 1972 Königin von Dänemark. Die meisten öffentlichen Aufgaben gab Henrik bereits 2016 ab. Damals legte er auch den immer ungeliebten Titel Prinzgemahl nieder.

Bis zum Schluss haderte Henrik damit, dass er als Gemahl einer Königin nicht den Titel König bekam. Weil er sich in Dänemark nicht respektiert fühlte, zog er sich immer wieder auf sein Weingut in Frankreich zurück.