Trump droht China mit weiteren Strafzöllen

US-Präsident Donald Trump hat China mit weiteren Strafzöllen oder anderen Handelssanktionen gedroht. Die US-Stahl- und -Aluminiumbranche werde durch chinesische Dumpingimporte „dezimiert“, so Trump gestern in Washington. Als Gegenmaßnahme ziehe er „alle Optionen“ in Erwägung, darunter Strafzölle.

Trump hatte bereits am Vortag China sowie Japan und Südkorea wegen ihres Handelsüberschusses mit den USA hart attackiert. Diese Länder kämen in ihrem Handel mit den Vereinigten Staaten „mit Mord davon“, sagte er.

Vereinbarung mit Südkorea „ein Desaster“

Im Jänner hatte die US-Regierung bereits hohe Zölle auf den Import von Solarmodulen und Waschmaschinen aus China und Südkorea verhängt und damit empörte Reaktionen in beiden Ländern ausgelöst. Bei Solarmodulen betragen die Zölle bis zu 30 Prozent, bei Waschmaschinen sogar bis zu 50 Prozent.

Mit Seoul verhandelt die US-Regierung bereits über eine Neufassung des bilateralen Handelsabkommens von 2012. Die Trump-Regierung ist der Auffassung, dass das Abkommen unausgewogen ist und vor allem Südkorea nutzt.

Die Vereinbarung mit Südkorea sei ein „Desaster“, sagte Trump. Wenn in den Neuverhandlungen kein „fairer Deal“ zustande komme, wolle er das Abkommen beerdigen, drohte er.