Macron droht bei Giftgaseinsatz in Syrien mit Angriffen

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat für den Fall, dass der Einsatz von verbotenen Chemiewaffen in Syrien sicher nachgewiesen wird, mit Angriffen gedroht. „Wir werden an dem Ort zuschlagen“, von dem solche Angriffe ausgegangen oder organisiert worden seien, sagte Macron gestern vor Journalisten in Paris. „Die rote Linie wird respektiert werden“, fügte der Präsident hinzu.

Momentan keine gesicherten Beweise

Derzeit lägen den französischen Geheimdiensten aber keine gesicherten Beweise für Giftgasangriffe auf die syrische Zivilbevölkerung vor. „Sobald der Beweis erbracht wird, werde ich tun, was ich gesagt habe“, versicherte Macron.

Zugleich erneuerte er seinen Vorschlag für eine internationale Syrien-Konferenz. Diese solle möglichst „in der Region“ stattfinden. In den vergangenen Jahren gab es Berichte über Dutzende Chemiewaffeneinsätze in Syrien. Einige von ihnen wurden inzwischen von UNO-gestützten Inspekteuren verifiziert und syrischen Regierungstruppen zugeschrieben. Die Regierung in Damaskus bestreitet den Einsatz von Chemiewaffen allerdings rundweg.