US-Militär soll russische Kämpfer in Syrien getötet haben

Bei einem US-Luftangriff auf Regierungskräfte im Nordosten Syriens vergangene Woche sollen russische Kämpfer getötet worden sein. Laut BBC kamen zwei Russen ums Leben, nach Informationen des US-Senders CNN waren es mindestens vier. Eine offizielle Bestätigung aus Russland blieb bisher aber aus.

Bei dem Angriff hatten die USA nach eigenen Angaben mehr als hundert regierungstreue Kämpfer in der östlichen Provinz Deir al-Sor getötet. Bereits kurz nach der Militäroperation berichteten Medien, dass unter den Opfern auch fünf russische Soldaten seien. Kreml-Sprecher Dimitri Peskow sagte in einer ersten Stellungnahme lediglich, dass man die Berichte überprüfen müsse.

Russische Söldner in Syrien

Russland setzt vielen Belegen zufolge in Syrien neben regulären Soldaten auch Söldner einer Privattruppe ein. Die bezahlten Kämpfer gehören nicht zur Armee, weshalb das vorläufige Dementi des russischen Verteidigungsministeriums zu dem Vorfall Anfang Februar formal korrekt sein könnte. Allerdings handelt es sich trotzdem um russische Staatsbürger.

Unter Berufung auf syrische und russische Behörden berichtete die „New York Times“ heute sogar, dass bei dem US-Luftangriff „womöglich Dutzende“ russische Kämpfer getötet worden seien. Sowohl Militärsprecher der USA als auch Russlands dementierten den Bericht. Zu keinem Zeitpunkt wäre ein „direkter Konflikt“ zwischen den Staaten möglich gewesen. Man stehe im ständigen Kontakt miteinander, zitierte die „New York Times“.