Südkorea will kein Verbot von Kryptowährungen

Die Regierung Südkoreas hat trotz eines harten Vorgehens gegen digitale Währungen ein grundsätzliches Verbot von Kryptowährungen ausgeschlossen. Man werde sich darauf konzentrieren, den Handel mit Kryptowährungen transparenter zu machen, anstatt ihn gänzlich zu ächten, sagte Hong Nam Ki, Minister für die Koordinierung der Regierungspolitik, in einer gestern veröffentlichten Videobotschaft.

Mit seiner Aussagen trat der Minister entsprechenden Befürchtungen entgegen, nachdem Südkorea zuletzt einen harten Kurs beim Thema Kryptowährungen gefahren hatte.

Bitcoin legt nach Ankündigung zu

Mitte Jänner hatte Justizminister Park Sang Ki gesagt, es werde an einem Gesetzesentwurf gearbeitet, der den Börsenhandel mit Cybergeld untersagen solle. Bereits im Dezember hieß es, dass der Handel künftig nur noch auf bestimmten Börsenplätzen möglich sein soll. Daraus entstandene Kapitalerträge sollen zudem besteuert werden, um die Spekulation zu begrenzen.

Die Kurse vieler Kryptowährungen legten daraufhin deutlich zu. Bitcoin, die bekannteste von ihnen, kletterte auf führenden Handelsplattformen wie Bitfinex und Bitstamp um rund zehn Prozent auf über 9.000 US-Dollar (7.297,50 Euro) je Einheit.