Partei: Simbabwes Oppositionschef Tsvangirai gestorben

Simbabwes Oppositionschef Morgan Tsvangirai ist tot. Der 65-Jährige sei an den Folgen einer Darmkrebserkrankung gestorben, teilte Elias Mudzuri, einer der Vizechefs von Tsvangirais Partei Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC), gestern über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Das Land habe damit eine „Ikone“ und einen „Kämpfer für die Demokratie“ verloren. „Es ist traurig, dass wir unseren Anführer verloren haben“, sagte er.

Tsvangirai wurde im Nachbarland Südafrika behandelt. Trotz seines gesundheitlichen Zustandes wollte er noch 2018 zur Präsidentenwahl in Simbabwe antreten.

Politischer Rivale von Mugabe

Tsvangirai war ein politischer Rivale des langjährigen Ex-Präsidenten Robert Mugabe. Er fand seinen Weg in die Politik zunächst über die Gewerkschaften. Ende der 1990er Jahre gründete er die Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC), doch lange blieb ihm der politische Durchbruch verwehrt.

Nach den erneut von Manipulationsvorwürfen überschatteten Wahlen 2008 und einer monatelangen Pattsituation bekam Tsvangirai in einer Einheitsregierung mit Mugabe den Posten des Ministerpräsidenten. Später schwächten Streitigkeiten innerhalb der MDC die Partei.