BUWOG-Prozess: Einvernahme von Thornton geht weiter

Am 19. Verhandlungstag im BUWOG-Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/parteilos) und andere wurde heute die Einvernahme des früheren Managers im Immofinanz- und Constantia-Privatbank-Konzern, Christian Thornton, fortgesetzt.

Thornton bekannte sich gestern nicht schuldig. Dem ehemaligen Leiter des Rechnungswesens der Immofinanz wird Bestechung und Untreue vorgeworfen.

Gestern, am ersten Tag seiner Einvernahme durch Richterin Marion Hohenecker, versuchte Thornton, seine eigene Rolle bei der Bezahlung der Millionenprovision an Peter Hochegger kleinzureden: „Ich war schlicht ein Bote“, sagte er. Er habe immer nur im Auftrag seines Chefs, des ebenfalls angeklagten Karl Petrikovics, gehandelt.

Provision ausgezahlt

Thornton hatte die Provision ausgezahlt, die laut Anklage schließlich an die ebenfalls Angeklagten Grasser, Walter Meischberger und Ernst Karl Plech weitergeleitet wurde. Plech ist seit gestern erkrankt und nimmt vorübergehend nicht am Prozess teil, sein Verfahren wurde ausgeschieden.

Thornton ist nach dem teilgeständigen Lobbyisten Hochegger, Ex-Immofinanz-Chef Petrikovics und dem ehemaligen Vorstandsmitglied der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ), Georg Starzer, der vierte Angeklagte, der in diesem Prozess befragt wird. Der Hauptangeklagte Grasser muss weiter auf seine Einvernahme warten.