EU-Behörde bestätigt Gefahr durch Neonicotinoide

Für Wild- und Honigbienen sind Neonicotinoide eine Gefahr. Das hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einem neuen Bericht heute klargestellt. Laut EU-Kommission ist geplant, dass die Mitgliedsstaaten auf dieser Basis am 22. März über einen vorliegenden Vorschlag des Freilandverbots diskutieren. Ob es auch schon eine Entscheidung geben wird, war unklar.

Im Fokus der Untersuchung standen drei für Bienen giftige Insektizide (Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid). Für diese Schädlingsbekämpfungsmittel hatte die Kommission bereits ein Freilandverbot vorgeschlagen, die Staaten wollten aber für Diskussionen darüber den EFSA-Bericht abwarten.

Risiko „insgesamt“ bestätigt

Die Experten der Behörde mit Sitz im italienischen Parma werteten diverse wissenschaftliche Studien zu dem Thema aus. „Insgesamt wurde das Risiko für die drei bewerteten Bienentypen bestätigt“, sagte der Leiter der Bereichs Pestizide der EFSA, Jose Tarazona. Untersucht wurde die Gefahr für Honig- sowie Wildbienen und Hummeln.

Die EFSA bestätigte nunmehr eine frühere Einschätzung: 2013 kam eine erste Studie zu dem Ergebnis, dass die Insektizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam, die etwa zur Behandlung von Saatgut verwendet werden, erhebliche Risiken für Honigbienenvölker darstellen.

Aufgrund mangelnder Daten konnte die Bewertung insbesondere für Wildbienen damals nicht abgeschlossen werden. Dennoch schränkte die EU-Kommission die Nutzung von Neonicotinoiden erheblich ein. Nur in Gewächshäusern und bei ausgewählten Nutzpflanzen wie Wintergetreide dürfen die Insektengifte weiterhin zum Einsatz kommen.