Große Moschee in Brüssel: Saudis verlieren Konzession

Die belgische Regierung folgt mehreren Medienberichten zufolge einer Empfehlung der zu den Anschlägen vom 22. März 2016 einberufenen Parlamentskommission und entzieht Saudi-Arabien die Konzession für die Große Moschee in Brüssel.

Nach Angaben der Zeitung „L’Echo“ müssen die bisherigen Betreiber die nahe den Brüsseler EU-Insitutionen im Jubelpark gelegene Moschee innerhalb eines Jahres verlassen.

Die Moschee galt bereits vor den Anschlägen auf den Flughafen von Brüssel und die Metrostation Maelbeek im Brüsseler Regierungs- und EU-Viertel als umstritten, so das Nachrichtenporal Flanderninfo: „Schon länger steht sie im Verdacht, radikale Formen des Islam zu propagieren.“

Mit Widerstand von saudischer Seite gegen den nun ergriffenen Schritt wird offenbar nicht gerechnet. Vielmehr habe, wie bereits im Februar berichtet wurde, Saudi-Arabien bereits zugestimmt, die Kontrolle über die Große Moschee an den belgischen Staat abzutreten. Saudi-Arabien hatte 1969 für die Dauer von 99 Jahren die Konzession für die Moschee erhalten.