Ohne USA: Elf Länder schließen Handelsabkommen CPTPP

Nach der Absage der USA an das geplante Transpazifische Handelsabkommen (TPP) machen die verbliebenen Länder nun Ernst.

Regierungsvertreter aus Kanada, Japan, Australien, Neuseeland, Mexiko, Chile, Peru, Vietnam, Malaysia, Brunei und Singapur unterzeichneten gestern in Santiago de Chile das Nachfolgeabkommen CPTPP (Comprehensive and Progressive Trans-Pacific Partnership/Umfassende und Fortschrittliche Transpazifische Partnerschaft).

Regierungsvertreter aus Kanada, Japan, Australien, Neuseeland, Mexiko, Chile, Peru, Vietnam, Malaysia, Brunei und Singapur beim Gruppenfoto

APA/AFP/Claudio Reyes

Zeichen gegen Protektionismus

„Der Vertrag setzt ein wichtiges Zeichen gegen den protektionistischen Druck“, sagte Chiles Außenminister Heraldo Munoz. Gemäß seiner „Amerika zuerst“-Politik hatte sich US-Präsident Donald Trump kurz nach seiner Amtseinführung aus dem bereits fertig ausgehandelten Abkommen TPP zurückgezogen. Damit verlor der Pakt seinen wichtigsten Akteur und schrumpfte deutlich zusammen.

Die übrigen Staaten stehen für 13,5 Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft - insgesamt rund zehn Billionen Dollar. Etwa 480 Millionen Menschen leben auf dem neuen Binnenmarkt. Schwergewicht unter den Partnerländern ist nun die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft Japan.